Neue Projekte

 

Vor zwei Jahren ergab sich für uns die Möglichkeit, zu unserer Wohnung noch einen Raum dazu zu mieten. Wir haben in den letzten Jahren ein paar größere Sammlungen erworben und der Platz wird langsam eng wink                                      So soll dieser Raum ein Ausstellungsraum nur für Harzmineralien werden. Noch ist er nicht ganz  fertig, aber bis zum Winter sollte dies geschafft sein. Ende letzten Jahres waren Radio MDR  Sachsen-Anhalt und MDR Fernsehen Sachsen- Anhalt -Heute schon mal da und haben sich ein Bild von unserem Hobby gemacht. Die Moderatoren Arno Udo Pfeiffer , Billy Wulff und Anja Nititzki haben das Ganze sehr gut sehens- und hörenswert gemacht. Vielen Dank noch mal an den MDR !

                                                

 

         

                                 

 Zwei Vitrinen kommen noch dazu .

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                                Die Bodetalsammlung zieht um 

In diesem Raum gibt es eine Vitrine, welche nur Mineralien des Bodetales enthält. Unser Gedanke war, diese Stücken einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, damit man auch mal sehen kann, was die Natur in einem der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands so hervorbringt. Lange haben wir nach einem geeigneten Platz gesucht und diesen nun endlich gefunden...                                    Die Sammlung geht als Dauerleihgabe in das Hüttenmuseum. Schließlich sind Rohstoffe und Industrie (geschichte) untrennbar miteinander verbunden. Zu den Mineralien aus der Vitrine, welche übrigens sehr schöne Stücken Bergkristall, Granat (rot und schwarz ) und Turmalin ( braun und schwarz) enthalten, sind auch Kupfer und Eisenerz, sowie die blauen Bodeachate zu sehen.

                   

Da natürlich nicht nur Mineralien im Bodetal zu finden sind, wird die Sammlung dann im Hüttenmuseum noch um gebirgsbildende Gesteine wie z.B. Granit, Schiefer, Hornfels, Diabas und anderes erweitert.                                                Erklärend dazu gibt es dann noch einen Hefter, in dem Wissenswertes über die Entstehung des Bodetales steht. 

Bis zur Fertigstellung dieser Sammlung werden aber noch ein paar Wochen vergehen.

                      

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                                               Ausstellungseröffnung

               ,, Geologie des Bodetales "

 

Am 15.12. 2018 war es nun soweit - im Hüttenmuseum in Thale              eröffneten wir die Dauerausstellung. In drei Vitrinen kann sich der          Besucher ein Bild davon machen, welche Gesteine und Mineralien        im Bodetal vorkommen. Es sei gleich erwähnt, daß die Ausstellung      keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. In den kommenden Jahren wird sicher noch das Eine oder Andere hinzukommen.                       Lange haben wir überlegt, wo man eine solche Ausstellung unterbringen kann, letztendlich ist das Hüttenmuseum der beste Platz dafür, denn die Verhüttung von Erzen ist untrennbar mit dem Bergbau und letztlich mit der Geologie verbunden.

 

 

 

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             Exkursion in die ,,Unterwelt" im vorderen Bodetal

Anfang Februar unternehmen wir mit zwei Mitgliedern der Naturstation in Thale eine Exkursion in die ,,Schallhöhle" gegenüber der Jugendherberge.                                                                    Ziel war es, das Wasser vom Unrat zu befreien, Fledermäuse zu zählen und geologische Besonderheiten zu erkunden. Leider waren keine Fledermäuse vorhanden,dafür tummelten sich im Wasser Molche und Frösche.                                                                                                     An mehreren Stellen tritt aus Gesteinsspalten des Granit Gebirgswasser aus, welches sich dann am Boden der Höhle sammelt. Interessant dabei ist, daß sich an einigen Stellen Kalk-       sinter in den Farben gelb, grün und schwarz absetzt. Da der schwarze Sinter in Regenbogen- farben schillert, entnahm ich eine Probe. Die Bruchstellen wiesen eine silbergraue Struktur auf. Meine Vermutung wurde nun durch die Untersuchung eines Labors bestätigt - es handelt sich hauptsächlich um Mangan, aber auch ein hoher Eisenanteil ist enthalten.                                     Das Ganze könnte nun folgende Spekulation hervorrufen - vor hunderten von Jahren waren auch hier im Harz Venediger, Venezianer oder Walen ( es gibt da viele Bezeichnungen ) unterwegs, auf der Suche nach Rohstoffen für die Glasherstellung. Zum Produzieren von farblosem Glas oder Spiegeln wurde Mangan benötigt ! Der Südharz ( Ilfeld ) verfügte über solche Vorkommen. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß diese sog. ,,Fremden" in anderen Regionen danach suchten...                                                                                              Die Venediger waren gegenüber den Einheimischen nicht besonders redselig, daher hinter-        ließen sie an markanten Stellen Zeichen in Felssteinen. Diese wiederum wurden in sogenannten Walenbüchlein hinterlegt. Bekanntester Stein hier im Harz ist der Mönchsstein bei Schierke.        In der Nähe der Schallhöhle befindet sich ein großer Stein mit zwei ineinander gearbeiteten Quadraten. Bei gutem Lichteinfall kann man darin eine florentinische Lilie erkennen.                    Das alles sind nur Vermutungen, welche man wohl nie beweisen kann...

  

 

                                               

Bleibt noch zu erwähnen, daß, wenn man sich die Form anschaut, die Vermutung nahe liegt, daß es sich um eine natürliche Auswaschung der Bode handeln könnte , als vor Millionen von Jahren das Flußbett noch höher lag. Desweiteren muß man in diese Überlegung noch mit einbeziehen, daß vor ca. 400000 Jahren die Elster-Kaltzeit auch den nördlichen Harzrand erreichte. Der vordere Teil des Bodetales, über den Hexentanzplatz bis nach Friedrichsbrunn, rüber nach Blankenburg und Wernigerode waren in einem großen Eispanzer eingepackt.Bei einer darauf folgenden Warmzeit sind unvorstellbare Wassermengen mobilisiert worden, welche letztendlich auch mit formgebend für das nördliche Harzvorland waren.                               Später wurden Teile der Höhle dann noch durch Menschenhand erweitert. Der frühere Besitzer des Kleinen Waldkater, Theo Löbsack beschreibt in seinem Buch ,,Das Geheimnis unter der Teufelsbrücke" eine Aushöhlung unter der Wasseroberfläche der Bode kurz vor dem Bodekessel.

 

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                                                                Aufruf !

In der Ausgabe der ,, Mitteldeutschen Zeitung" vom 16./ 17. Februar 2019 wurden wir aufmerksam auf einen Artikel, der uns dann doch beschäftigte, zumal es ja auch unser Interessengebiet betrifft.                                In den 60er Jahren kam bei Renovierungsarbeiten in der St.- Nikolai- Kirche der Fuß des Taufbeckens auf eigenartige Weise ,,abhanden"...                                                                                                                        Da das Taufbecken aber noch vorhanden ist, startete der Pfarrer, Herr Martin Gentz noch einmal zusammen mit der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz, sowie der Firma Stone Ideas einen Aufruf , um diesen Fuß wieder zu finden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, also schließen wir uns hiermit auch diesem Aufruf an. Vielleicht dient dieser Fuß ja irgendwo als Ständer für einen Tisch oder als anderes Dekoobjekt.   Denkbar wäre auch,daß dieser Fuß in den 60er Jahren den Weg in die damals ,,nichtsozialistische" Hälfte Deutschlands genommen hat. Für harte Devisen hat ja so manches Kunstobjekt verwunschene Wege genommen...                                                                                                                                                       Wie dem auch sei, um den Taufstein wieder zu komplettieren, haben wir unsere Hilfe angeboten, nach einem Rohstein passender Größe zu suchen. Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz sollte es möglich sein, dann wieder solch einen Fuß herzustellen. Uns ist bekannt, aus welchem Steinbruch das Material dieses Taufbeckens stammt, nur ist es fraglich,die passende Größe zu finden.                                   Aber ,  wer suchet - der findet...wink

 

 

Auch für Fossilienfreunde ein absolutes ,,Leckerli" ... Roter Rübeländer Marmor ( Riffschuttkalk aus dem Mitteldevon des Elbingeröder 

Komplex ) enthält fossile Korallen und Crinoiden.

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             Vorschau : Tag des Geotops am 15.09.2019

        Thema - Wanderung zu den Schüsselsteinen in der Wüste   wink

Am 15.09.2019 treffen wir uns um 10 Uhr im Bahnhof in Thale in der Thale - Info.                                                                                           Von dort aus geht es zum ehemaligen Eisenbahneinschnitt im Kirchenberg in Thale ( Naturdenkmal ). Hier finden wir Schichten des Buntsandsteins aus der Zeit vor ca. 250 Mio. Jahren, als es den Harz, wie wir ihn heute kennen, noch lange nicht gab. Unser Gebiet war von wüstenähnlichem Klima geprägt. Es gab aber auch oft flache Meeresbedeckung, welche ihre Spuren in Form von fossilen Wellenrippeln im Gestein hinterlassen haben. In flachen Gewässern bildeten sich durch Blaualgen Kolonien von Stromatolithen. Dabei handelt es sich um ein biogenes Sedimentgestein, welches maßgeblich einen Beitrag zur Sauerstoffbildung und letztendlich zu einer lebensfähigen Atmosphäre beigetragen hat.                                 Die Wanderung führt weiter in Richtung Wienrode, wo man diese Stromatolithe in Form von ,,Schüsselsteinen" anschauen kann. Der Begriff kommt von der konvexen Form dieses Gesteines, welches die Bauern früher als Viehtränken genutzt haben.

Zurück geht es dann über das Forsthaus Eggerode, Benneckenrode nach Thale. Hier wird auf den Braunkohlenabbau Ende des 19. Jh. zwischen Thale und Wienrode eingegangen.                                           Empfohlen wird wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und Rucksackverpflegung.

Dauer : ca. 4 Stunden

Eisenbahneinschnitt in Thale ( rechts - Wellenrippel im Buntsandstein)

Stromatolithe ( ,, Schüsselsteine " )

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           Schloßvortrag am 16. 11. 2019 im Großen Schloß                                            in Blankenburg    

      Thema :    Wie kommen die Schüsselsteine in die Wüste

 

       Beginn :   16 Uhr  im Grauen Saal

 

Dieses Thema knüpft an die Exkursion vom Tag des Geotops an. In einem 45 minütigem Vortrag wird erklärt,wie unser Gebiet vor ca. 250 Mio. Jahren aussah und was es mit den ,, Schüsselsteinen" auf sich hat.                       In Form von Bildern, Fossilien und Mineralien wird auf diese Epoche der Erdgeschichte eingegangen.

Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden zum Erhalt des Schlosses gebeten. Wie bei den anderen Vorträgen auch, können wieder Mineralien und Fossilien käuflich erworben werden. Die Einnahmen kommen dem Förderverein des Schlosses zu gute.

Rogenstein im Stromatolith eingeschlossen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

               

 

 

 

 

 

 

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