Exkursion in das Bodetal  

Treffpunkt ist das Hüttenmuseum. Von hier aus geht es auf die Hubertusinsel. Dort erfolgt eine kurze Einführung in die Entstehungsgeschichte des Harzes und des nördlichen Harzvorlandes.
Es wird auf die heutige Nutzung der Hubertusquelle sowie die frühere Salzgewinnung im 16. Jh. eingegangen. Am Aufgang des Präsidentenweges befindet sich ein kleiner Stollen. Mit Hilfe einer Taschenlampe lassen sich hier hydrogeologische Vorgänge beobachten. Aus Rissen im Gestein tritt eisen- und manganhaltiges Wasser aus und setzt sich an den Felswänden in Form braunen und schwarzen Schlammes ab, der sich später verfestigt. Im vorderen Breich des Bodetal durchläuft man ein sehr kompaktes Gestein - Granit.

Danach geht es über die Waldkaterbrücke weiter zum sogenannten ,,Teufelswaschbecken ",
einem Strudeltopf, der verdeutlicht, daß das Flußbett vor Mio. Jahren höher lag.
Etwas weiter gelangt man linkerhand an eine sogenannte Blockhalde. Hierbei handelt es sich um Relikte der Eiszeit vor 400000 Jahren, als ein ca.300 Meter mächtiges Eispaket auch bis an den nördlichen Harzrand reichte. In unserer Region verlief die Eisgrenze von Friedrichsbrunn quer durch das Bodetal, weiter bis Blankenburg und Wernigerode. Wenn Wasser bis in kleinste Felsspalten läuft und Frost hinzukommt, so besitzt das Wasser die Eigenschaft, bis zu 70 % an Volumen zuzunehmen und drücktin Gesteinsrissen dieses auseinander. Man spricht von Frostsprengung. Selbst der härteste Granit kann dabei wieder in seine kleinsten Bestandteile zerlegt werden.

Der weitere Weg führt zur Teufelsbrücke. Kurz vorher, an der Schurre
sieht man noch deutliche Spuren des letzten Steinschlages,welche wieder gut beseitigt wurden.
Hier gibt es Erklärungen zum Granit ( Bestandteile des Gesteines, Altersbestimmung des Granit ).
An der Teufelsbrücke überquert man die einzigste Klamm im Harz und auch die engste Stelle des Bodetales.
Weiter gehts dann zum Bodekessel vorbei an einigen größeren Strudel-
töpfen. Diese schuf das Wasser, als das Flußbett noch höher lag. Am Bodekessel ( ca.6m tief ) kann man sich sehr gut ein Bild über die Entstehung solcher Strudeltöpfe machen. Oberhalb des Kessels kann man im Granit sehr gut die sogenannte Wollsackverwitterung erkennen. Desweiteren wird hier auf
die frühere Holzflößerei und die damit verbundene Sprengung des Wasserfalles am Bodekessel eingegangen.
In Serpentinen geht es dann bergauf bis zur Kontaktzone ,wo man sehr gut den Über-
gang vom Granit zum Hornfels (welcher früher einmal Schiefer war )
erkennt. ( Punkt 9 Bodetalführer )
Wenn man dann weiter geht und den Blick ins Tal schweifen läßt, so
erkennt man, daß das Bodetal in Richtung Treseburg breiter wird. Dies
ist ein Zeichen dafür, daß hier die Gesteine weicher werden.
Wir verlassen Granit und Hornfels und bewegen uns in Schiefergesteine. An der Schieferhalde beginnt dann nach einer kurzen
Pause der Rückweg - nicht aber ohne einen Blick auf die "Wächterin des
Bodetales" zu werfen ! Aus einer ganz bestimmten Blickrichtung erkennt man unter einem Baum eine große Wurzel in Form einer Riesenschlange.

 Auf dem Rückweg wird am Goethefelsen noch einmal auf die geologischen Forschungen des großen deutschen Dichters  J. W. von Goethe eingegangen. 

                                                                                                    Nicht ohne Grund wird das Bodetal der ,, Grand Canyon" von Deutschland genannt.

 Dauer der Exkursion ca 2-3 Stunden
 

 

 

 

                      

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